Als zweijähriges Kind wurde der Ich-Erzähler von seiner Mutter, die sich in den Westen absetzte, in Rostock zurückgelassen. Er wuchs in drei verschiedenen Heimen und vom 10. Lebensjahr an bei einem Lehrerehepaar in der DDR auf. Der Junge verabscheute seine Adoptiveltern, die ihm verschwiegen, dass er eine jüngere Schwester hatte. Jetzt, im Alter von 50 Jahren, nimmt er Kontakt mit seiner Mutter auf, aber der einmalige Besuch bei ihr zementiert nur seine Vorurteile ...
Frustration, Zorn und Hass führen Peter Wawerzinek in dem erschütternden autobiografischen Roman "Rabenliebe" die Feder. Die fehlende Distanz und die Einseitigkeit der Darstellung schaden dem Buch, das brillante Passagen aufweist.
